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Geschrieben von Andrei BiroZuletzt aktualisiert

Wir haben BillyBox und Gennai mit demselben Gmail-Postfach getestet. Die Ergebnisse waren dramatisch.

Veröffentlicht April 2026 · Aktualisiert Juli 2026 · Echter Test mit arbiro@gmail.com

Kurz gesagt: Gleiches Gmail-Postfach, gleicher Monat: BillyBox fand 80 Dokumente von 34 Anbietern, Gennai fand 5. Der Abstand entsteht, weil BillyBox auch Portal-Links folgt, PDFs aus reinen Text-Zahlungsbenachrichtigungen erzeugt und gescannte Bilder liest. Das genaue Verhältnis gilt nur für dieses eine Postfach — die strukturelle Lücke zeigt sich aber überall, wo SaaS-Rechnungen ankommen.

Wir haben dasselbe Gmail-Konto mit beiden Plattformen verbunden und verglichen, was jede für März 2026 findet. Keine Tricks, keine Vorauswahl — dasselbe Postfach, derselbe Monat, zwei verschiedene Tools.

Gennai — 5 Rechnungen gefunden

Gennai-Dashboard zeigt 5 Rechnungen für März 2026

BillyBox — 80 Dokumente gefunden

BillyBox-Dashboard zeigt 80 Dokumente für März 2026

Die Ergebnisse: März 2026

MetrikBillyBoxGennai
Gefundene Dokumente805
Mit extrahierten Beträgen565
Erkannte Anbieter343
Erkannte WährungenRON, USD, EUR, CAD, ALL, LEIRON, USD, EUR
DokumenttypenPDF, Bilder, E-Mails, XMLNur PDF
Rechnungen ohne Anhänge (E-Mail-Text)Ja — erstellt automatisch PDFNein
Downloads von PortalenJa (Bolt usw.)Nein
Credit-basierte PreiseNein — unbegrenzte RechnungenJa — 75/Monat im Starter ($12/Monat)

Warum so ein großer Unterschied?

Die Lücke entsteht durch die Art, wie jede Plattform E-Mails verarbeitet. Gennai schaut hauptsächlich nach direkten PDF-Anhängen. Wenn deine Rechnung als Portal-Link, gescanntes Bild oder Zahlungsbenachrichtigung im E-Mail-Text kommt — übersieht Gennai sie.

BillyBox geht deutlich aggressiver vor:

  • PDF- und XML-Anhänge — Standarderkennung, beide Plattformen können das
  • Gescannte Bilder (JPG, PNG) — KI-gestütztes OCR für fotografierte oder gescannte Quittungen
  • Portal-Downloads — wenn die E-Mail einen Rechnungslink enthält (keinen Anhang), lädt BillyBox ihn automatisch herunter
  • PDF-Erstellung aus E-Mail-Text — für Zahlungsbenachrichtigungen ohne Anhänge (Stripe, Runpod usw.) erstellt BillyBox ein PDF aus dem E-Mail-Inhalt
  • Erweiterte MIME-Analyse — erkennt versteckte Anhänge, die E-Mail-Clients nicht anzeigen

Preise: Credits vs. unbegrenzt

Gennai arbeitet mit einem Credit-System. Der Starter-Plan ($12/Monat) gibt dir 75 Rechnungen pro Monat. Wenn du mehr hast, zahlst du mehr. Growth ($29/Monat) bietet 250.

BillyBox hat keine Credits. Der kostenlose Tarif gibt dir 2 Monate, Bezahltarife schalten alle Monate frei — aber es gibt kein Limit pro Rechnung. Die 80 im März 2026 gefundenen Dokumente kosten nichts extra. Bei Gennai hättest du das Starter-Limit nach der ersten Woche überschritten.

Klassifizierung: manuell vs. intuitiv

Gennai erfordert, dass du jede Rechnung durchgehst und manuell mit benutzerdefinierten Labels taggst. Flexibel, aber langsam.

BillyBox vereinfacht das mit drei klaren Kategorien: Geschäftlich, Privat und Ignoriert. Am Desktop drücke B, P oder I. Auf dem Handy: wischen. 80 Rechnungen klassifiziert in unter 5 Minuten.

Export: Was dein Steuerberater bekommt

BillyBox exportiert eine organisierte ZIP mit separaten Ordnern für geschäftlich und privat, plus eine CSV-Zusammenfassung mit allen extrahierten Daten. Gennai bietet CSV-Export und Xero/QuickBooks-Synchronisation.

Wenn du mit einem Steuerberater arbeitest, der einen sortierten Rechnungsordner will — dafür ist BillyBox genau gebaut. Wenn du direkte Xero-Integration brauchst — ist Gennai besser geeignet.

Fazit

Beide Tools haben ihre Berechtigung. Gennai ist eine solide Plattform für Enterprise-Teams mit ERP-Integrationsbedarf. Aber wenn du Freelancer, Einzelunternehmer oder Kleinunternehmer bist und alle Rechnungen aus deiner E-Mail extrahieren willst, ohne welche zu übersehen — ist der Unterschied klar.

80 vs 5. Dasselbe Postfach. Derselbe Monat.

Teste BillyBox kostenlos und sieh, wie viele Rechnungen es in deinem Postfach findet.

Häufige Fragen

Wie war der Testaufbau?

Gleiches Gmail-Postfach, gleicher Kalendermonat, beide Tools per Read-Only-OAuth verbunden. Wir haben gemessen, wie viele echte Rechnungen und Belege jedes Tool zur Prüfung hochbringt — ohne Pro-Dokument-Gebühren als Limit. BillyBox lieferte 80 Dokumente von 34 Anbietern. Das Vergleichstool 5.

Warum so eine große Lücke?

Die meisten Tools indizieren nur PDF-Anhänge. BillyBox zusätzlich (a) folgt Portal-Links im Mail-Body und lädt das Dokument, (b) erzeugt sauberes PDF aus reinen Text-Zahlungsbenachrichtigungen (Stripe, OpenAI, Cloudflare), (c) lässt Vision-KI auf gescannten Bildern und JPG/PNG-Belegen laufen, (d) findet MIME-Anhänge, die manche Mail-Clients verstecken. Jeder Mechanismus liefert Rechnungen, die ein reiner Anhang-Scanner nicht sieht.

Hält das auch bei anderen Postfächern?

Das exakte 80-zu-5-Verhältnis ist spezifisch für dieses Postfach. Die strukturelle Lücke (Portal-Links, PDF aus Text-Mails, Vision-OCR, verstecktes MIME) reproduziert sich auf jedem Postfach mit SaaS- oder Plattform-Anbietern. Freelancer mit Stripe, AWS, Google Cloud, OpenAI oder Bolt sehen typischerweise den größten Abstand.

Wie groß ist der Kostenunterschied?

BillyBox kostet pauschal 9,99 €/Monat (Starter) oder 19,99 €/Monat (Pro) mit unbegrenzten Rechnungen — 80 Dokumente kosten nicht mehr als 8. Tools mit Pro-Rechnung-Gebühren können das leicht 10-fach treiben. Der kostenlose Plan deckt zwei volle Kalendermonate ab, damit Sie die Lücke selbst prüfen können.

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